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Alt 10.06.2018, 14:04:12   #1
seife
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Hallo,

vor fast 2 Jahren habe ich mir eine AGM Batterie eingebaut, bisher alles super.
Allerdings ist mir im Burgman mal eine AGM ohne jegliche Vorwarnung mit Zellenschluss gestorben (Schlüssel rein, Licht an, alles gut, Starterknopf, alles aus, inklusive Uhr), und danach habe ich erfahren, daß das bei AGM durchaus mal vorkommt.

Da sich die GS500 ja gut anschieben lässt ist eine kaputte Batterie eigentlich nicht soooo dramatisch. Allerdings führt so ein Zellenschluss dazu, daß die Batterie danach wirklich nur noch bis 10,X Volt zu laden geht. Das geht erstens auf den Regler (der natürlich versucht, da 13Volt reinzupressen) und vor allem Fährt es sich damit schlecht, weil die 10 Volt vielleicht für Standgas reichen, aber sobald die Zündung öfters zünden soll, geht nichts. Die Maschine dreht also nicht mehr hoch.
Zumindest habe ich es genau so mit dem Burgi erlebt: fremdstarten, läuft wunderbar, aber losfahren nicht möglich, weil er beim Gasgeben das sprotzen und stottern anfängt und nicht deutlich über leerlaufdrehzahl kommt.

Also habe ich versucht, die GS ohne Batterie zu fahren. Geht nicht. (Anlassen, dann Batterie Pluspol abklemmen). Standgas geht noch, aber hochdrehen ist nicht.
Das kommt daher, daß die GS eine Batteriezündung hat (im Gegensatz zur klassischen CDI, die eine extra Ladespule für die Zündung in der Lichtmaschine hat, wird die Zündung der GS500 aus der Batterie versorgt). Ohne Batterie ist die Spannung aber so schwankend und instabil, daß das nur im Standgas einigermaßen (mehr schlecht als recht) funktioniert.

Die Idee: als "Heimbringer" einen dicken Kondensator mit einbauen, der die Spannung genug glättet, um die Zündung auch ohne Batterie funktionieren zu lassen.

Den Kondensator (18000µF / 35V) habe ich schon seit Jahren rumliegen, heute habe ich ihn endlich eingebaut.
Ein Plätzchen neben dem Batteriehalter ist ideal, +12V hinter der Hauptsicherung gibts aus dem unbelegten Kontakt des Starterrelais. Masse von der Befestigungsschraube des Batteriekastens.

Am Ende (nicht im Bild) kam noch ein Kabelbinder drum, damit der Kondensator sich nicht von dem ihm angedachten Platz entfernen kann.

Was jetzt geht: Anlassen, dann die Batterie abklemmen und fahren.
Was ich noch nicht probiert habe ist, ob anschieben ohne Batterie wirklich funktioniert, dazu war's mir heute zu warm. Aber fremdstarten ohne Batterie (und auf großer Fahrt habe ich eh immer die Starthilfe-Powerbank dabei ) geht auf jeden Fall.
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Alt 11.06.2018, 09:51:40   #2
CustomRider
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Trotz aller technischen Finesse, welcher Sinn steht dahinter?
__________________
Abfahrt....
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Alt 11.06.2018, 10:33:25   #3
seife
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Wenn die Batterie unterwegs kaputtgeht (wie bei meinem Burgman...), trotzdem heimfahren zu können.
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Alt 11.06.2018, 12:41:14   #4
geko4711
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Vielleicht blöde Frage

Wenn solch ein Notfall eintritt ud du die Powerbank dabei hast, würde die nicht auch bis nach Hause den Batteriedienst übernehmen können? Oder verkraftet die das nicht (kenne mich mit Powerbank zu wenig aus )?
__________________
Grüße vom geko4711

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Alt 11.06.2018, 17:02:14   #5
3y3joe
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Auf LiFePo umrüsten 2,4-3 AH sind gut ausreichend bei der GS.
Die sind so klein, dass Du davon locker 2 in der Batteriebox unterbringst wenn Du auf absolut sicher gehen willst
Die Reservebatterie lädst Du über eine 5 A Diode, dann ist die immer voll
Aber ehrlich gesagt, finde ich das auch ein bissle Overkill.
KLar können Blei Batterien spontan zusammenbrechen,.... aber das ist auch nur eine Möglichkeit mit dem Moped unterwegs stehen zu bleiben.

Was ist denn eine AGM ?
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Alt 11.06.2018, 17:18:12   #6
seife
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AGM = Advanced Glass Mat, Volkstümlich gerne als "GEL-Batterie" Bezeichnet, aber eine Gelbatterie ist was anderes.

Die Powerbank hat eine Rückstromdiode in der "Zangenleitung", da fließt also nur Strom raus, aber keiner Rein. Damit könnte man also nur fahren, bis die leer ist. Wäre in diesem Fall aber wurst, weil die ja nur die "Nulldurchgänge" der Lichtmaschine abfedern müsste.
Aber die Powerbank hat ein "Starthilfekabel" mit großen Klemmen, das ist schwierig so anzubringen, daß die bei der Fahrt nicht abfällt.

LiFePo schön und gut, aber das verdoppelt den Wert der Maschine gleich nochmal, und die jetzige Batterie ist ja praktisch noch neu.

Ich habe einfach mit dem Burgman den plötzlichen Batterietod erlebt (wie gesagt: Licht + Bremslicht an, starterknopf drücken, Batterie spontan tot, so daß die Uhr sich auf 00:00 gesetzt hat), und da fiel mir diese Lösung ein.

Natürlich kann immer auch noch was anderes kaputt gehen, aber diese kleine Änderung tut mir nicht weh, hat fast nichts gekostet und vermutlich sorgt sie dafür, daß die Batterie nicht kaputt geht (es hat auch schon lange nicht mehr geregnet, wenn ich die Regenklamotten dabei hatte )

Muss ja keiner nachbauen

Beim Burgman baue ich übrigens den 2. Kondensator (ich wußte nicht wieviel Kapazität notwendig ist, also habe ich gleich 2 gekauft) vor dem Zündsteuergerät, aber mit einer zusätzlichen Schottky-Diode in Reihe ein. Der sprang nämlich trotz guter Batterie bei minus 13°C nicht an, obwohl die Batterie den Starter munter drehte. Dann mit der Powerbank (der Anlasser drehte nicht schneller...) ging es. Vermutung: bei arschkalten Temperaturen benötigt die Zündung etwas mehr Spannung, und genau dann wenn die Zünden soll muß der Anlasser am stärksten drehen (Zünd-OT). Also eine Schottkydiode und den Kondensator zum Zündgerät, damit die Spannung in diesem Fall etwas höher bleibt. Im nächsten Winter werde ich dann sehen ob das hilft
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Alt 11.06.2018, 17:25:15   #7
3y3joe
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Probier das mal aus mit dem dicken Elko und anschieben und berichte.
Ich bin allerdings skeptisch, ich denke mir dass die LIMA eine Fremdspannung braucht um überhaupt mal was zu prodduzieren...aber Versuch macht kluch

Einen Elko habe ich an meiner DR350 verbaut, aber die hat halt nen entsprechenden Generator verbaut und lässt isch auch ohne Batterie problemlos ankicken, da ist der Elko nur zur Glättung, damit das Lich nicht gar zu arg flattert bei Standgas
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Alt 11.06.2018, 19:01:28   #8
seife
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Das ist eine permanenterregte (Dauermagnet), Kurzschlußgeregelte Lichtmaschine. Die braucht keinen Erregerstrom.

Die fremderregte, feldgeregelte Drehstromlichtmaschine in der ETZ125 braucht (theoretisch) eine Batterie um zu starten, aber in der Praxis ist immer etwas Restmagnetismus im Rotor, der zum starten der Lichtmaschine reicht, so daß sie gut anzuschieben geht.

Ich werde das mit dem "Anschieben ohne Batterie" mit der GS mal probieren, aber wenn es nicht mehr so warm ist

Die DR350 hat eine CDI mit extra Ladespule, das heißt die arbeitet auch ganz ohne 12V-Versorgung, da ist es egal wie "holprig" die 12V-Gleichspannung ist. Die Spannung aus der Ladespule lädt einen Kondensator auf, der sich dann in die Primärwicklung der Zündspule entlädt, die andere Seite der Zündspule liegt an Masse.
Die GS500E hat hingegen eine Batteriezündung, das heißt das Zündsteuergerät bezieht seine Betriebsspannung aus dem Bordnetz und ein Transistor schaltet die Zündspule auf Masse, andere Seite der Zündspule liegt an +12V.
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Alt 12.06.2018, 08:43:51   #9
3y3joe
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Zitat:
Zitat von seife Beitrag anzeigen
Das ist eine permanenterregte (Dauermagnet), Kurzschlußgeregelte Lichtmaschine. Die braucht keinen Erregerstrom.

Die fremderregte, feldgeregelte Drehstromlichtmaschine in der ETZ125 braucht (theoretisch) eine Batterie um zu starten, aber in der Praxis ist immer etwas Restmagnetismus im Rotor, der zum starten der Lichtmaschine reicht, so daß sie gut anzuschieben geht.

Ich werde das mit dem "Anschieben ohne Batterie" mit der GS mal probieren, aber wenn es nicht mehr so warm ist

Die DR350 hat eine CDI mit extra Ladespule, das heißt die arbeitet auch ganz ohne 12V-Versorgung, da ist es egal wie "holprig" die 12V-Gleichspannung ist. Die Spannung aus der Ladespule lädt einen Kondensator auf, der sich dann in die Primärwicklung der Zündspule entlädt, die andere Seite der Zündspule liegt an Masse.
Die GS500E hat hingegen eine Batteriezündung, das heißt das Zündsteuergerät bezieht seine Betriebsspannung aus dem Bordnetz und ein Transistor schaltet die Zündspule auf Masse, andere Seite der Zündspule liegt an +12V.
Ja, so ist das, aber wie gesagt probier mal zu schieben und berichte, das war ja wohl der Grund für den Thread
3y3joe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2018, 20:19:56   #10
seife
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Anschieben ohne Batterie geht super.
Ich würde sagen fast besser als mit leerer Batterie
2. Gang, 2m schieben, Kupplung loslassen, läuft.
Allerdings war der Motor schon warm.
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