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#1 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2016
Ort: Newcastle, England
Beiträge: 180
Baujahr: 2000
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Die Fragen hören nicht auf, bin aber halt ein neugieriger Bursche und es gibt einfach noch zu viel was ich über meine GS noch nicht weiß
Ich habe vor einigen Tagen die Gabelsimmerringe und Gabelöl gewechselt, da die Simmerringe undicht waren. Hab das in der Selbstwerkstatt Pfiffikus in Berlin gemacht, normalerweise ganz günstig, ich hab als Anfänger aber ganze 7h gebraucht, trotz gelegentlicher Hilfe durch Leute vor Ort. Toll war aber, dass sie auch alles an Spezialwerkzeug da hatten. Lange Rede, kurzer Sinn, seitdem habe ich den Eindruck dass: a)Die Standrohre nicht mehr in das Tauchrohr reingehen. Generell habe ich den Eindruck, dass die Federung vorne seit dem Tausch der Gabelsimmerringe und Gabelöl sehr hart ist, härter als vorher. Ist das normal oder kann dies durch einen Einbaufehler von meiner Seite hevorgerufen worden sein? Oder schiebe ich einen unnötigen Film und das renkt sich noch ein? Ich habe den Rückbau der Komponenten wie folgt vorgenommen, dies ist auch identisch mit den Anweisungen des Werkstatthandbuchs: Meine Zeichnung mit Paint https://ibb.co/jRNAJ5 Handbuch https://ibb.co/i2qSWQ b)Zudem klappert es vorne metallisch irgendwo, seit dem Wechsel der Gabelsimmerringe. Dies vor allem bei Geschwindigkeiten ab ca. 20km/h und verstärkt im Leerlauf-Rollen, dies kann aber sein weil ich im Leerlauf-Rollen besser hören kann. Grundsätzlich war ich ja an folgenden Komponenten: -Gabel (Standrohr/Tauchrohr) -Vorderrad -Bremscheibe -Bremssattel -Tachowelle -Gabelstabi und Schutzblech -Scheinwerferhalterung Gibt es da "Klassiker", also Fehler die oft bei Zusammenbau der Komponenten gemacht werden, die ein metallisches Klappern zur Folge haben? Ich kann es leider gar nicht identifizieren, grundsätzlich scheint vorne alles fest zu sein, kann es ggf. vom Innenleben der Rohre kommen, weil ich vlt. dort etwas falsch verbaut habe? Nachfolgend Fotos meiner Gabel nach Wechsel der Gabelsimmerringe. https://ibb.co/hwH7WQ https://ibb.co/iQASWQ https://ibb.co/kiB1rQ https://ibb.co/jhTxWQ https://ibb.co/bJ6vJ5 c)Auch habe ich den Eindruck dass meine GS nicht mehr ganz spurtreu fährt, wenn ich freihändig fahre zieht sie nach rechts, kann dies durch eine ungleichmäßig montierte Gabel oder schiefe Achse? hervorgerufen werden? Danke für Ideen und Anregungen!
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Hi! |
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#2 |
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Public-Relations-Manager
Registriert seit: 19.07.2004
Ort: Strausberg
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Beiträge: 24.180
Baujahr: 1998
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Die Gabelholme waren ja leer, weil du die gabel zerlegt hattest.
Den Sicherungsclip über den Simmerringen bekommst du ja auch nur in seine Nut, wenn du Gleitbuchse und Simmerring richtig eingetrieben hast. Das Luftpolster passt (105 mm bei zusammengeschobenen Holmen)? Es könnte sein bzw sieht in der Seitenansicht ein bisschen so aus, als wären deine Standrohre verbogen. Mit ner krummen und verspannten Gabel federt es sich schlecht ein und aus. Ich würde die Gabelholme nochmal ausbauen und auf einer glatten Oberfläche (Arbeitsplatte) das Standrohr abrollen und auf den Spalt zwischen Oberfläche und Standrohr achten. Verändert der sich, ist die Gabel krumm (gern auf Höhe der unteren Gabelbrücke). Scheint dort alles gerade, kannst du die Gabelholme wieder montieren und die Gabel entspannen. Dazu nur die obere Gabelklemmung anziehen. Die Schrauben der unteren Gabelbrücke, Gabelstabi, Radachse und auch die der Buchse am (in Fahrtrichtung) rechten Holm lose lassen. Dann das Moped gegen zB eine Wand rollen und ohne zu bremsen ein paar mal kräftig ein und ausfedern. Dann schuckelt sich idR alles so zurecht, dass du die Schrauben wieder anziehen kannst. (die für die Buchse im rechten Gabelfuß erst nachdem du die Radachse fest hast) Edit: Du solltest noch ein paar Euro in deine Sicherheit investieren. Die für den SB-Lenker durchgeschobene Gabel ist suoboptimal fürs Fahrverhalten. Da solltest du die Vorspannung lahmlegen 8einfach die oberste Scheibe die auf der Buchse im Holm liegt rausnehmen) und dann die Einsteller ins Nichts drehen oder auf Stopfen ohne Einstellmöglichkeit wechseln. Der Sparfuchs kann ja eine Buchse drehen, die die Vorspannung für den Negativfederweg gewährleistet. Besser sind progressive Gabelfedern. Die geben dir noch Reserven und machen einen gewaltigen Unterschied. Zweiter Punkt: Stahlflexbremsleitung. Suzuki möchte, dass man alle 4 Jahr die Leitungen tauscht. Das geht ziemlich ins Geld und eine alte Gummileitung liefert keinen guten Druckpunkt mehr. Stahflex brauchst du nichtmehr austauschen und kostet dich mit ABE keine 30€...knackiger Druckpunkt inklusive.
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Wer hat noch keinen Organspendeausweis ? Warning: may contain Verballhornung. Suzuki - ride the wings of stain ! Geändert von Saugwurmmensch (05.05.2017 um 14:30:54 Uhr) |
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#3 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.719
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Kilometer: 66666
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Ich denke, deine Gabel ist verdreht oder verspannt, ich hoffe nicht, dass die Holme verbogen sind. Vorher ging es ja auch, also ist es wohl eher nicht verbogen.
Ich gehe mal davon aus, dass du die Gabel nach dem Zusammenbau nicht ausgerichtet hast. Solltest du noch machen. Alle Verschraubungen bis auf die obere Gabelbrückenklemmung lösen, auch die Achsmutter und die Achsklemmung und den Kotflügelhalter, dann die Gabel mehrmals stark einfedern. Dann richtet sich das von alleine aus, sofern nichts verbogen ist. Danach natürlich alle Verschraubungen wieder mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen. Achtung: Wenn man beim Einbau des Vorderrades die Reihenfolge des Anziehens der Schrauben nicht einhält, verspannt man auch die Gabel. Zuerst wird die Achsmutter angezogen, dann die Klemmung. Macht man das umgekehrt, zieht man mit der Achsmutter die Gabelholme unten zusammen. Ich weiß, klingt vll. im ersten Moment unlogisch, so soll man es aber machen. Die Halter für die PUIG-Scheibe würde ich entfernen. Die sind zu nix nütze, wenn du keine Scheibe dran machst. Ich hatte auch mal so ein Klackern vorne, da war einfach die Mutter der einen Schweinwerferschraube abgefallen und lag im Lampentopf. Das Klackern kann aber auch vom vorderen Bremssattel bzw. den Belägen kommen. Muss man eben alles nochmals kontrollieren. Edit: Die Gabelvorspannung kannst du auch, so weit wie es geht, hineindrehen und die Holme etwas weiter hoch schieben. Fährt sich dann vorne halt so, als wenn zwei drauf sitzen.
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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#4 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2016
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Beiträge: 180
Baujahr: 2000
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Hi Berndy und Saugwurmmensch,
vielen Dank für die Antworten. @berndy Das ist eine gute Idee, werde die Schrauben und Klemmungen, etc. nochmal lockern und dann einfedern, ich hab die Gabel nach dem Zusammenbau tatsächlich nicht ausgerichtet. Mit Einfedern meinst du sicherlich auf dem Motorrad sitzend rauf und runter hopsen, richtig? Beim Einbau habe ich wie du es beschrieben hast erst die Achsmutter angezogen, danach die Klemmschraube. Die Halter für die Puig-Scheibe lasse ich bequemerweise dran, da ich des Öfteren mal längere Touren fahre und die Scheibe da brauche. @Saugwurmmensch Danke für die Tipps zur Sicherheit. Ja das mit der Gabelbrücke kommt noch vom Vorbesitzer, der hatte die so weit runtergeschraubt wegen des SB-Lenkers.
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Hi! |
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#5 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.02.2016
Ort: Berlin
Alter: 61
Beiträge: 376
Baujahr: 2002
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Ob du mit hopsen die Gabel eingefedert bekommst, musst du entscheiden. Kannst auch drauf sitzen, die Handbremse ziehen und dein Gewicht auf den Lenker stemmen. Und das paar mal. Die Spannschraube der Hülse muss gelöst sein.
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Ist mir Scheißegal wer dein Vater ist, solange ich Angel geht mir hier keiner übers Wasser!
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#6 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2016
Ort: Newcastle, England
Beiträge: 180
Baujahr: 2000
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Hi caddy,
Welche Spannschraube, bzw. Hülse meinst du?
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Hi! |
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.02.2016
Ort: Berlin
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Beiträge: 376
Baujahr: 2002
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Steckachse Vorderrad. Diese Hülse wird erst festgezogen wenn du die Gabel paarmal eingefedert hast damit die Gabel ohne Spannung ist. Achse mit Mutter festziehen aber die Schraube womit die Hülse geklemmt wird, erst später.
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#8 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2016
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Beiträge: 180
Baujahr: 2000
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Hmm hatte bisher noch keine Zeit die angesprochenen Maßnahmen durchzuführen, aber ich habe den Verdacht dass ein Lager vorne im Eimer sein könnte. Wäre dies denkbar, also dass ich im Laufe der Demontage und des Rückbaus ein Lager kaputtgemacht habe?
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Hi! |
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#9 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.02.2016
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Beiträge: 376
Baujahr: 2002
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Bei Montage ist mir noch nie ein Lager kaputt gegangen. Da musste alle Komponenten prüfen vom Bremssattel bis hin zum Lager.
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#10 |
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Public-Relations-Manager
Registriert seit: 19.07.2004
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Baujahr: 1998
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Zum Gabel entspannen nicht die Bremse ziehen!
Einfach gegen eine Wand rollen und dann ein paar Mal tüchtig einfedern. (wie ich das oben schon geschrieben habe
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#11 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2016
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Baujahr: 2000
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*kleines Update*
Habs erst heute geschafft mich nochmal mit der Problematik zu befassen. War heute bei der Werkstatt meines Vertrauens. Hat sich kurz raufgesetzt und mich gefragt was ich mit der Gabel gemacht habe, da diese ja gar nicht federt/taucht. Genau das hatte ich mich kurz nach Wechsel der Simmerringe und des Gabelöls auch gefragt, da mir die Federung sehr sehr hart vorkam, anhand von Ölspuren konnte ich aber festmachen, dass die Rohre zumindest doch tauchten. Leider habe ich noch nicht das richtige Gefühl dafür wie eine Gabel wirklich tauschen muss, bzw. sich anfühlen sollte. Er meinte zudem dass es augenscheinlich ebenfalls den Eindruck macht, als ob meine Gabelholme vorne krumm sind. Das klappernde Geräusch, was vorne auftritt, konnte er zwar auch nicht genau erklären, er meinte aber dass ich die Gabel wahrscheinlich falsch zurückgebaut hätte und somit irgendwas in der Gabel nicht stimmt. Morgen baue ich die Gabel mal aus und bring sie der Werkstatt vorbei, mal sehen wie die Diagnose lautet....:-/
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#12 |
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Stammtisch Hamburg
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Ort: Extertal
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Kilometer: 158000
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Wenn du drauf sitzt muss die Gabel ca. 3-4cm eintauchen. Das ist der Negativfederweg. Den brauchst du, damit die Gabel bei Wellen oder Senken ausfedern kann. So hat das Rad immer Bodenkontakt.
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Bandit 1200 TL1000S weil nur 6 Zylinder Sinn ergeben
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#13 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2016
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Beiträge: 180
Baujahr: 2000
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So, leider kleine Hiobsbotschaft aus der Werkstatt. Beide Rohre sind wohl leicht verbogen,wahrscheinlich waren sie es schon vorher, also seit ich die Maschine vom Vorbesitzer im April letzen Jahres gekauft habe, hat sich nur nie bemerkbar gemacht. Letzten Monat war ich in der Werkstatt und habe die Gabelsimmerringe und Gabelöl selbst getauscht und die Gabel wieder eingebaut, wahrscheinlich lagen die Rohre dann etwas anders in den Gabelbrücken und seitdem tauchen die Rohre nicht mehr richtig. Das Klappern wird wohl aufgrund der fehlenden Federung zustandegekommen sein.
Die Rohre müssen schon seit Kauf krumm gewesen sein, da ich weder einen Unfall hatte noch irgendwie sonst an die Rohre rangegangen bin oder sie in einer Zwinge eingespannt habe. Weiter gehts wohl mit: a)Lenkkopflager und Rahmen prüfen, da die krummen Rohre eventuell durch einen Unfall vom Vorbesitzer zustande gekommen sind. b)neue Rohre kaufen, machen gebrauchte Sinn oder hat hier jemand welche günstig zu verkaufen?
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#14 |
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Public-Relations-Manager
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Alter: 42
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Baujahr: 1998
Kilometer: 22000
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Lenkkopflager ist immer ne gute Idee.
Der Rahmen ist hart im Nehmen, da brauchst du dir kaum Sorgen machen (vermessen lohnt eh nicht, da die ab Werk schon oft nicht Maßhaltig sind). Kontrollier den Lenkanschlag vorn am Steuerkopf. Der sollte nicht verbogen sein. Auch die Nähte checken, ob die vllt angerissen sind. Desweiteren die Lenkerstummel mal aus ihren Haltern holen. Dann siehst du auf den ersten Blick, ob die auch krumm sind. Im Zweifelsfall Griffgummies und Armaturen entfernen und über eine ebene Fläche rollen. Im Lichtspalt zwischen Oberfläche und Stummel siehst du dann obs krumm ist. Aber mit leicht verbogenen Stummeln kann man noch unbesorgt fahren. Trotzdem drauf achten, dass du bei vollem Einschlag nicht die Finger am Tank klemmen kannst (TÜV-relevant). Neue Standrohre kosten ca 90€/Stk. Man bekommt gar nicht so selten gute gebrauchte Gabeln angeboten. Da bist du dann mit 50-120€ dabei. Achte auf Rostpickel im Eintauchbereich der Standrohre (Federweg sind ca 12,5 cm) und natürlich darauf, dass sie gerade sind.
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