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Alt 12.10.2013, 14:33:55   #1
Kölner
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Rotes Gesicht Motor stottert beim Anfahren und Beschleunigen mit viel Gas

Hallo liebe Gemeinde,

hab folgendes Problem mit meiner offenen 95er GS:

Die Maschine stottert beim Beschleunigen und beim Anfahren, wenn ich das Gas weit öffne. Das Problem ist vor ein paar Wochen das erste mal aufgetaucht. Hatte erst die Anschlusskabel der linken Zündspule im Auge, da im Sommer die GS liegen geblieben ist nach einer Regenfahrt. Mit viel WD40 in und um der Spule war aber wieder alles ok. 2tkm später fingen die genannten Probleme an. Und zwar stottert die Maschine dann extrem, wenn ich lange an der Ampel warten muss. Das Standgas fällt auch auf 1000 U/Min ab, statt bei 1200-1300 U/Min zu bleiben. Wenn ich vor einer engen Kurve bremse und dann wieder aus mittleren Drehzahlen beschleunige verschluckt sie sich nur ein oder zweimal. PRI oder ON machen keinen Unterschied.

Fahre ich bei konstanter Drehzahl oder beschleunige ich bei schneller Fahrt nch weiter gibt es ebenso keine Zicken wie bei dauerhaft hoher Geschwindigkeit.

In meinem jugendlichen Leichtsinn grenze ich das Problem mal auf Vergaser oder Zündung ein. Für die Zündung würde das Problem aus dem Sommer sprechen. Vllt hat die linke Zündspule doch bleibende Schäden?! Warum war dann aber zwischendurch alles ok? Für Vergaserprobleme spricht wohl die Abhängigkeit von der Gasgriffstellung, oder?

Bis jetzt versucht:

Vollgetankt
Kraftstoffsystemreiniger von Louis
Zündkabel aus den Spulen gezogen und mal ordentlich WD40 reingejagt, um evtl vorhandenes Wasser auszuspülen

Da sie im Stand auf 2 Zylindern läuft (zumindest klang es ganz anders, als im Sommer wirklich nur einer lief), sind weitere Diagnosen schwer. Das Problem tritt ja erst beim Anfahren und Beschleunigen auf (übrigens nicht auf den ersten 2-5 Metern, selbst wenn diese mit Vollgas gefahren werden.

Will auch nicht einfach alles nacheinander austauschen, bis das Problem weg ist. Das wird vermutlich teuer, wenn ich am falschen Ende anfange

Meine Idee:

Bei Leerlauf zieht sie zu wenig Sprit in die Vergaser, der dann beim Beschleunigen schnell aufgebraucht wird. Kann das sein? Warum treten die Probleme dann auch auf PRI auf?

Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe


Edit: die Maschine stand die ganze Saison nie länger als 10 Tage still. Versiffte Vergaser wegen vollen Schwimmerkammern sind es wohl eher nicht. Tanke auch kein E10
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Alt 12.10.2013, 14:59:21   #2
Saugwurmmensch
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WD40 taugt nicht für viel.
Wenn man Kontaktprobleme vermutet, ist man mit Kontaktspray besser beraten.

Wenn es bei Nässe Probleme gibt, kann das an Zündspule, Zündkabel und Zündstecker liegen.
Da reicht zB ein Haarriss um bei Nässe für Ausfälle zu sorgen.
Neues Zündkabel kostet quasi nichts und auch ne gute gebrauchte Spule ist für ganz kleines Geld zu haben.

Das jetzige Problem wird aber im Vergaser beheimatet sein.

Ich tippe auf Ablagerungen im Leerlaufsystem.
Da hilft meist nur zerlegen und ultraschallreinigen.
Du kannst aber auch probieren, das Problem mit Einstellung des Leerlaufgemisches zu kaschieren.
Selbst bei tiptop sauberen Vergasern ist die Gasannahme schlecht, wenn man das nicht zumindest nach Gehör einstellt.

Dazu bei heißem Motor die Leerlaufdrehzahl auf ca 1500 Touren stellen und mit zB einem Schlitzbit von Hand (vorsicht, der Motor ist heiß) die Leerlaufgemischschrauben drehen. In eine Richtung wird die Drehzahl vermutlich steigen. Du drehst also auf einer Seite erstmal so lange, bis du die Drehzahlerhöhung hörst und dann langsam weiter, bis die Drehzahl nicht weiter steigt. Dann schraubst du die Leerlaufdrehzahl wieder auf 1500 Touren runter und machst das Gleiche am anderen Vergaser.
Ruhig mehr als 1x/Vergaser machen, um möglichst nah an der Grenze zur Drehzahlerniedrigung zu sein.
Am Ende Leerlaufdrehzahl wieder runter und schauen, wie sich das Ansprechverhalten verändert hat.

Die Leerlaufgemischschrauben sitzen unten am Vergaser in Fahrtrichtung vor den Schwimmerkammern (da sind runde Schächte an deren Grund die Schraube sitzt).

Wenn du in der Winterpause schrauben willst, kannst du auch gleich die Gaser ausbauen, zerlegen, begutachten und reinigen (eine Dose Bremsenreiniger durchjagen kann schon viel bewirken, ansonsten gibt es ab 15€ eine Ultraschallreinigung).
Bei der Gelegenheit würde ich gleich Zündkabel und Kerzen erneuern.
Kostet nicht viel und macht sich eigentlich immer positiv bemerkbar (Kerzen sind eh alle 12000 km dran).
Zündspule kann man auch präventiv tauschen oder zumindest mal alle Kontakte checken und ggfs. Korrosion behandeln.
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Alt 12.10.2013, 15:36:14   #3
Kölner
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Vllt hab ich das falsch beschrieben, aber das Ansprechverhalten ist gut.


Beispiel:

Ampel grün
Drehzahl auf ca 3-3,5 k U/Min
Einkuppeln
Kupplung komplett geschlossen
Gas auf
GS beschleunigt sauber hoch
Motor stottert dann nach ein paar Metern bzw 1-2 Sekunden teilweise heftig für ein paar Sekunden

So läuft das an jeder zweiten Ampel ab. Ebenso, wenn für eine Spitzkehre stark und lange gebremst wird. Jeweils aber nicht immer.

Wenn ich im Stand mit dem Gas spiele, dreht sie aber ohne Mucken.




Trotzdem Leerlaufsystem?

(Ja, reinigen im Winter bietet sich vermutlich an. Wäre aber schön, wenn ich bis dahin noch schön fahren könnte und bei der Inspektion im Winter dann weiß, wo der Fehler bzw Dreck liegt)
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Alt 12.10.2013, 16:03:39   #4
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Wenn du Dreck im Vergaser vermutest, dann kann ich dir das ProfiFuelMax oder so von der Tante empfehlen.
Ist einfach zum reinkippen in den Tank und fahren und hoffen das der Dreck sich löst
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Alt 12.10.2013, 16:12:30   #5
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Das könnte auch von zu niedrigem Schwimmerstand kommen.
Geht sie denn aus, wenn du hart bremst?
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Alt 12.10.2013, 16:18:15   #6
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@ Thy: sowas hab ich schon probiert. Siehe erster Beitrag. Hab mir eingebildet, dass es geholfen hat. Aber dann wär es ja eine Woche (bzw die nächste Tour) nicht wieder da. Vermutlich also nur Placebo oder Glück in dem Moment.


@ Saugwurmmensch: Nein, geht nie aus. Kann aber gerne morgen mal Vollbremsungen probieren. Bei meinen aber doch harten Bremsmanövern vor Spitzkehren ist nix abgestorben...
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Alt 12.10.2013, 20:20:17   #7
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Kann mich in dem Fall mit der Vergasertheorie nicht so anfreunden. Für mich sieht das eher nach einem Kontaktroblem durch Vibrationen aus. Wir hatten genau diese Symptome an einer GS750E ('79) - da wars ein komplett durchkorrodierter Steckkontakt (ich glaube der zur Zündbox) - und das innerhalb des Kabelschuh......war nicht leicht zu finden.....

Wenn du bei den Vergasern nicht fündig wirst, sieh die mal die Elektrik an...
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Alt 15.10.2013, 20:11:12   #8
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Kleines Update:

War eben in der Garage und hab mir mal die Kabelschuhe an den Zündspulen angeguckt. Die Schuhe selbst sitzen fest auf den Steckern. Die Verbindung Kabel - Schuh sieht man durch die durchsichtige Isolierung ganz gut. Keine Korrosion.

Die Zündkerzen sind übrigens erst 4tkm alt. Da hoffe ich auf keinen Defekt. Werde bei nächster Gelegenheit mal Zündkabel und Stecker tauschen. Sollte billiger als die (vermutlich linke) Spule sein. Hat jemand parat, was die Spule beim freundlichen kostet?

Hab mal die Ablassschrauben beider Vergaser geöffnet. Beide Schwimmerkammern haben Sprit. Es werden auch beide Krümmer warm.

Können die von Amigaharry vermuteten Vibrationsprobleme auch an einer anderen Stelle sein? Ist da eine Schwachstelle bekannt?
Kann es sein, dass der Zündfunke zwar da ist, aber zu schwach ist, um das fettere Gemisch bei voll geöffnetem Gas zu zünden? (Das Gemisch wird doch dann fetter, oder?) Wo läge der Hund dann am wahrscheinlichsten begraben? Spule, Kabel, Kerze?

Alternativ sind die Vergaser auch noch nicht abgeschrieben. Welcher Bereich wird denn angesprochen, wenn bei mittleren Drehzahlen das Gas ganz geöffnet wird? Dreck in der Hauptdüse könnte es sein?
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Alt 17.10.2013, 07:53:04   #9
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Gestern Abend einfach mal Zündkabel, Kerzenstecker und Kerzen getauscht. Dabei hab ich festgestellt, dass das Ende, das in der Spule endet, sehr zerfetzt war und auch sich auch nicht mehr verschrauben lässt.

Vllt war das der Grund für die Aussetzer. Hoffentlich komm ich am Wochenende zu einer Testrunde
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Alt 18.10.2013, 20:58:48   #10
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Also, der Austausch der genannten Komponenten hat nix gebracht. Bei der Testrunde heute Abend bei Dunkelheit ist mir aber aufgefallen, dass der Scheinwerfer flackert, wenn die Aussetzer im Bereich um 5000 U/Min kommen. Damit ist es wohl ganz sicher ein Zündungsproblem.

Im Stand ist auf beiden Seiten ein deutlicher Zündfunke sichtbar. Die Kontaktprobleme durch Vibrationen, wie Amigaharry schrieb, werden immer wahrscheinlicher. Da die Kontakte an den Zündspulen aber gut aussehen, vermute ich eine andere Verbindung.

Lässt sich durch das gleichzeitige Flackern der Lampe bei den Aussetzern die Suche eingrenzen? Hab null Ahnung, wo ich suchen soll. Die Verbindung CDI - Zündspule zum Beispiel hätte doch keinen Einfluss auf die Lampe, oder?
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Alt 19.10.2013, 14:00:14   #11
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Ich würd bei den Batteriepolen anfangen.
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