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Alt 24.08.2020, 16:13:18   #1
andreas_stgt
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Standard Massive Probleme nach Justage Düsennadelstellung

Hi, ich hatte vor einer Tour letztes WE die Düsennadel (BJ 91, ungedrosselt) eine Kerbe tiefer gehängt (magerer) also statt 3. Kerbe von oben in die 4. Kerbe.
Hatte das Gefühl, dass der Motor etwas Leistung verloren hatte, ansonsten lief er wie vorher auch, vom Standgas bis höherer Drehzahl ohne Probleme. Benzinverbrauch ca. 3,5 Liter (bei max. 120 km/h). Davor hatte ich um die 4 Liter/100 km.

Dann habe ich die Düsennadel wieder wie laut PDF in die 3. Kerbe hochgesetzt, weil ich Angst hatte dass der evtl. zu mager läuft, zu heiss wird. Der Motor drehte nun sehr schlecht hoch. Leider musste ich aber trotzdem los heim fahren. Schon schnell merkte ich dass der Motor nicht nur schlecht hochdreht sondern nun auch massivst Leistung in allen Drehtahlbereichen eingebüßt hat. Anfahren war nur mit schleifender Kupplung möglich, Steigungen nur noch 60-70 km/h. Hielt nach 60 km an einer Tanke , getankt. Verbrauch nach nur 60 km war 8,5 Liter, sprich um die 15 Liter / 100 km.

Bei der Tanke nochmal machgesehen ob ich beim Zusammenbau des Schiebers, Düsennadel , Deckel was falsch gemacht habe. Sah aber gut aus.
Der Motor drehte nun wieder etwas besser hoch aber ein markanter Leistungsverlust blieb. Sprich Autobahnsteigungen waren nur mit 80-90 km/h möglich.
Verbrauch lag nun etwas bessser bei "nur" noch 7,5 Liter /100 km aber weit mehr wie sonst.


Benzin habe ich weder beim Stand noch beim Lehrlauf irgendwo rauslaufen sehen. Bin dann so die nächsten 200 km heim, natürlich Motor möglichst geschont. Denn auch ohne Steigung lief der Motor unruhig - sprich ständig leichte Leistungsänderung bei gleicher Gasstellung und eben auch höchstens 20 PS denke ich.

Beide Krümmerrohre waren heiss (normal, von Gefühl eher beide etwas weniger heiss wie sonst).

Auspuffrohr war schwarz (normal grau bis hellbraun).

Kerzen habe ich noch nicht angesehen mache ich noch.

Fragen:
Was passiert wenn evtl. dieser Schieber mit Membran nicht richtig funktioniert (Membran OK aber z.b. nicht genau in Vergasernut = undicht)?
Drosselklappe geht auf (manuell per Gashand) Schieber bleibt dann unten wenn Deckel / Membran undicht?

Beide kleinen O ringe für Sync Anschluss waren drin an passender Stelle.
Reihenfolge Düsennadel Teile ist 100 % OK gewesen, auch Kerbe war richtig, daran kann nicht liegen.

Zufällig ein anderes Problem möglich - jenseits des Vergasers? Wobei ich eher glaube es muss schon mit den Membranen zu tun haben. Da bei der 2. Prüfung an der Tanke sich die Situation (Verbrauch, Leistung) ja gebessert hat, nur eben trotzdem weit weg von Normal blieb.Diese selbst haben aber keinen Riss.

Was mir auffiel ist, dass die Linke Membran auf der Oberseite (da wo der Vergaserdeckel drauf ist) sehr feucht von Benzin war. Bei der linken war das nicht so, kein Benzin auf der Oberseite der Membran zu sehen.

Falls das Schwimmernadelventil nicht früh genug geschlossen hätte, wäre doch auch irgendwo (zumindest beim Standgastest) auch Benzin ausgelaufen, oder?
Irgendwie muss der Motor über Vergaser vor dem Check an der Tanke die 15 Liter/100 KM ja dann verbrannt haben.
andreas_stgt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2020, 06:54:51   #2
3y3joe
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Moin,,, also der Verbrauch und die schlechte Leistung liegt sicher nicht nur an der Stellung der Düsennadeln. Bei Vollgas sind die eh draussen und die Hauptdüse übernimmt komplett. Ich glaube auch fast nicht, dass das ein einzelnes Problem ist.....
Wie sieht denn dein Luftfilter aus? Und miss mal den Schwimmerkammerstand bei Stellung PRI. Wie war die Historie, kam das plötzlich oder was hat dich dazubewegt an den Versagern rumzuschrauben?
3y3joe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2020, 06:01:09   #3
andreas_stgt
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Zur Historie komme ich gleich.
Was mich wundert ist nur, dass nach den 350 km Fahrt (Düsennadelstellung 4. von oben) nur durchs öffnen der Vergaserdeckel plus Düsennadeln auf normal, 3. von oben so ein massives Problem auftrat. Vor der Fahrt hatte ch allerdings den Vergaser ganz ausgebaut und auf dem Tisch wieder zusammengebaut, sprich ideale Sicht auf das was man macht.
Bei den zwei Aus, Einbauen unterwegs von den der Schiebern/Membranen/Düsennadeln war das nicht so gut mit der freien Sicht, da der Tank angeschlossen blieb und nur vom Freund zur Seite geneigt wurde um an die Bereiche der Vergaserdeckel ran zu kommen.
Beim umstecken der Düsennadelstellungen bielb der Vergaser eingebaut, nur Deckel und Schieber wurden aus/eingebaut. Ich vermute dass evtl. die Membranen nicht richtig in der Nut saßen (dann undicht?). Düsennadel Teile Reihenfolge war 100% richtig.
Nach zweiten Check auf Rückfahrt, öffnen Vergaserdeckel, Schieber an der Tanke verbesserte sich das mit der Leistung und Verbrauch ja schon von massiv übel zu schlecht, insofern vermute ich nach wie vor dort (Vergaser Schieber, Membran, Düsennadel) das Problem. Sonst wäre das Problem, läge es an was anderen wahrscheinlich gleich geblieben.
Beide Auspuffkrümmer wurden heiß, insofern werden beide Zylinder, wenn auch schlecht gearbeitet haben.
Einzig könnte noch sein, dass beim einsetzen vom Schieber die Nadel nicht in den Düsenstock ragte (Schief) und so Hauptdüse ständig völlig frei war?
Historie:
Vergaser neigte bei längerer (fast) Vollgaslast zu leichten Rucklern (kurzzeitige, leichte Schubverluste).
TAnkreinigung und Versieglung, Vergaser gecheckt (war sichtbar keine Partikel drin).neuer BH (PRI,RES,..) BH am Tank blieb (wurde aber gereinigt).
Beim Vergasercheck hatte ich die Düsennadel probeweise eine Kerbe tiefer gestellt.
Beim linken Vergaser sah ich, dass die LAsche des Schwimmers, im gegensattz zum re. Schwimmer, sichtbar nach unten verbogen war, wieder gerade gestellt (wie am re. Vergaser).
Weder bei der Fahrt (Zustand 4. Kerbe, knapp 4 Liter /100) noch vor Rückfahrt (3. Kerbe, 7-15 Liter/100) lief irgendwo sichtbar Benzin aus / über. Wenn Schwimmerstand nicht stimmte, lief alles in den Motor. Müsste, wenns am Schwimmertsnad lag nicht auch äußerlich - längeres Standgas (kein Problem, lief ruhig und konstant) der Sprit nach außen überlaufen oder der Motor bei Standgas ausgehen (weil viel zu vile SPrit)?

Heute werde ich mal die Kerzen rausmachen um zu sehen ob beide Zylinder viel zu fett liefen oder (vermute ich) nur einer.
Des weiteren natürlich Vergaser ausbauen und genau - auf dem Tisch bei Licht - schauen wie der ZUsand war und den Fehler finden.

Geändert von andreas_stgt (27.08.2020 um 16:01:15 Uhr)
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Alt 27.08.2020, 18:27:36   #4
andreas_stgt
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So, wieder da mit News nach Ausbau Vergaser - DAHEIM - und Zündkerzen.
Rechte Kerze total verusst. Linke normal (bei mir was das immer sehr hellbraun).
Rechter Vergaser: Membrane - meine beiden Membranen habden die Tendenz zu klein für die Nut zu sein= Dichtring rutscht nach innen, war in einem Teilbereich nicht in der Nut (also innen). Vermutlich rechte MEmbran so nicht ganz dicht gewesen.
Auch rechter Vergaser: Nicht ganz sicher aber möglich, dass die Nadel zu hoch hing und nicht mehr von der FEder fixiert wurde weil die Scheibe die unter der Feder auf der Nadel - nach dem Klemmring steckt evtl. beim Zusammenbau neben die Nadel rutschte und sich so die Nadel auf eine höheren Position verkantete. Auch wurde die Nadel natürlich von der Feder nicht mehr richtig gehalten fixiert. Zumindest kam mir dass beim vorsichtigen Auseinanderbauen so vor.
Linker Vergaser: Membran war richtig in der Nut und auch NAdel einwandfrei geführt.

Hatte mir noch orig. Nadelventile und Ventilsitze bestellt welche ich dann auch gleich einbaue. Membranen werden auch NEU rein kommen.
Muss dann am Ende den Schwimmerstand mit diesen zwei Schläuchen (am Vergaserablauf) noch prüfen.

PS: Beide Schimmer haben so eine Dichtung auf der gegenüberliegenden Seite des Ventils. Die kamen mir auch nicht mehr so gut vor irgendwie wie etwas geschrumpft. Sind beim abnehmen zerbröselt, neue drauf gemacht.
Bis zum WE hoffe ich das mit dem Schwimmerstand gemacht zu haben und berichte dann weiter.
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Alt 28.08.2020, 14:34:54   #5
Vinz-Georg
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So, wie das klingt würde ich alle Dichtungen in den Vergasern wechseln, wenn ich das richtig gelesen habe sind das ja nicht mehr soviele O-Ringe die noch getauscht werden müssten.

Wenn du eh schon alles auseinander gebaut hast, kannst du es ja gleich komplett machen, dann hast du wieder Ruhe für die nächsten Jahre .
Vinz-Georg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2020, 20:23:05   #6
andreas_stgt
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Genau, Neu sind: Membranen (die sitzten von alleine perpekt), O ringe an Schimmer, Nadelventile und Ventilsitze. Rest an Dichtungen ist noch fast neu.
Zusammenbau am Tisch wesentlich einfacher, sicherer wie am Moped.

Test Schwimmerstand ergab jedoch, dass der rechte Vergaser beim Stand viel zu hoch ist, Benzin läuft auch aus den zwei kleinen Öffnungen an der Ansaugseite raus.
Beides , NAdel und VEntilsitz von Suzuki.
Wie stellt man nun den Schwimmerstand tiefer, also das das Nadelventil früher schließt? DIe Metallasche ist schon jetzt leicht nach unten gebogen (was ja NAdel früher andrückt) Noch etwas mehr nach unten biegen?
Oder gibts auch Schwimmer die defekt sind (optisch kein Benzin in den Schimmerkammern zu erkennen, würde den ja schwerer machen).
andreas_stgt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2020, 08:38:16   #7
berndy
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So stellt man den Schwimmerstand ein.

http://forum.gs-500.de/showthread.php?t=13224
__________________

Man sollte es so oder so nicht übertreiben.
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Alt 29.08.2020, 18:23:53   #8
andreas_stgt
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Hi, es waren wohl mehrere Sachen gleichzeitig, Einmal die niht ganz richtig sitzende Membrane (dann wohl undicht) und beim gleichen Vergaser offensichtlich auch Schwimmernadelventil undicht (viel zu hoher Schwimmerstand). Das letztere war wohl eher Zufall, da ich ja die Schwimmerkammer bei Änderung der Düsennadelstellung gar nicht geöffnet hatte.
Jetzt läuft sie wieder.
PS: So ganz fest sitzen die neuen (orig. Suzuki) Schimmerventilsitze nicht drin, bleiben stecken aber sind nicht so fest drin wie die alten. Man könnte sie recht leicht rausziehen.
andreas_stgt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2020, 16:23:46   #9
M.D.
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Ich muss das jetzt los werden: Was lehrt uns die Geschicht? Ein laufendes System, ändert man nicht! 😉
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Alt 31.08.2020, 16:53:29   #10
andreas_stgt
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Stimmt, wobei das überlaufen des rechten Vergasers wahrscheinlich irgendwann anders aufgetreten wäre. Die nicht ganz korrekt eingesetzte Membran eindeutig selbst schuld. Auch evtl. unsauberer Zusammenbau Düsennadel in Schieber.
Eher ist es so, dass solche Aktionen unterwegs - ohne gute Vorbereitung (tank ausbauen damit man gut an kommt was sieht und Tank nicht nur etwas zur Seite kippen, etc.) - das Problem waren. Daheim oder gar bei ausgebautem Vergaser am Tisch wären die Fehler eher nicht passiert.

Noch was. Ich sagte ja, dass die neuen Schwimmerkammer Ventilsitze recht leicht rein gingen. Nicht wirklich fest sitzen.
Ich vergass zu erwähnen, dass die alten (Vorgänger!) wie reingeklebt wirken. Da neben der alten Gummidichtung auch irgendwelcher Klebstoff sichtbar war. Auch gingen die nur extrem schwer raus. Hatte schon anderen GS Vergaser da ging auch nicht sehr leicht aber bei weitem einfacher.


Kennt ihr Vergaser so sowas - neuen Ventilsitz (klar Dichtung auch dran) musste man einkleben?
Nicht das sich meine bei der Fahrt mal lockern .. ganz rausfallen können die ja nicht weils Ventil die dann hält aber dann evtl. leicht undicht?
andreas_stgt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2020, 10:48:37   #11
seife
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die können sich überhaupt nicht bewegen wenn der Deckel drauf ist
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