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Alt 08.12.2020, 21:53:29   #1
hopsabount
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Lächeln GS tourt schlecht ab - Vergaserproblem ausgeschlossen

Guten Abend Gemeinde,

das wird ein etwas längerer Beitrag :

um Neujahr rum hab ich mir eine GS500EU aus 97 gekauft. Die hab ich dann entsprechend der Anleitung im Forum entdrosselt. Dazu habe ich ihr noch ein neues Vergaserkit von keyster verpasst.

Ein Problem ist allerdings noch geblieben :

ab und an passiert es mal, dass die Möhre ausgeht. Wenn ich den Benzinhahn dann auf PRI stelle, fängt sie sich wieder und läuft normal weiter. Etwa eine Minute später stelle ich dann wieder auf ON und es ist dann so, als wäre nie was gewesen. Manchmal fahre ich allerdings auch einfach auf PRI weiter und stelle erst auf ON, wenn ich das Motorrad irgendwo abstelle.


dann habe ich noch ein Problem, bei dem ich nun gar nicht weiterkomme und ich auch nicht weiß, ob Problem Nr.1 damit zusammenhängt, bzw. ob das jetzt geschilderte Problem 2 mit Problem 1 zusammenhängt. Problem 2 ist nämlich folgendes :

Ich fahre die GS warm und wenn ich dann bspw. an der Ampel stehe und in den Leerlauf schalte, tourt sie normal runter, allerdings nur bis etwa 3000 Umdrehungen. Von 3000 bis Standgas dauert es etwas bzw. bleibt sie einfach hängen. Ich ging zuerst von irgendwelchen Problemen im Vergaser aus, habe ihn sehr gründlich im Industrieultraschallbecken gereinigt und alles penibel wieder zusammengebaut. Darüber hinaus habe ich die Ansaugstutzen gegen Neue getauscht, das Problem war nicht behoben (weswegen ich jetzt wieder meine alten drin habe, die auf Bremsenreiniger nicht anschlagen, allerdings mit neuen, passenden O-Ringen vom Suzihändler). Der Gaszug hat genug Spiel. Es ist ein Lufi von Louis verbaut - der offene ohne Rohr.
Im Sommer war ich beim lieben gsmattis zu Besuch, der mir die Vergaser synchronisiert hat. Zu Erwähnen wäre noch, dass beim Absprühen mit dem Bremsenreiniger, das Motorrad an der Stelle, wo der Sprengring mit der Kunststoffscheibe sitzt und die Drosselklappenwelle abdichtet, auf den Bremsenreiniger anspringt. Allerdings springt da auch die GS von meinem guten Freund Jan an und bei dem läuft seine GS ja (dazu etwas weiter unten im Text).

Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass, wenn ich auf der AB bin und dann z.B bei 140 im 5. Gang mit etwa 7000 Umdrehungen oder so, die Kupplung ziehe und gezogen lasse, das Motorrad normal abtourt, allerdings auch direkt ausgeht.

Mein guter Freund Jan hat ebenfalls eine GS, bei der läuft alles tiptop. Springt sofort an und hat keine Probleme beim Abtouren und auch sonst keine Probleme. Seinen Vergaser habe ich heute, statt meinem, eingebaut und die oben beschriebene Symptomatik bleibt weiterhin vorhanden. Außer seinen kompletten Vergaser (ohne Anbauteile wie Benzinhahn, Choke- oder Gaszug) in meine GS zu bauen, haben wir nichts verändert. Falschluft am Ansaugstutzen schließe ich komplett aus, ebenso, dass es am Vergaser liegt - denn sein Vergaser in meiner läuft ebenso beschissen wie mein Vergaser in meiner. Zündkerzen haben wir ebenso aus seiner in meine verfrachtet und keine Besserung der Probleme.

Wir haben uns nen Kopf gemacht, woran es liegen könnte und folgendes ist uns in den Sinn gekommen :

- Chokezug hängt -> nächstes Mal probieren wir mal den Chokezug ausgehangen zu lassen
- irgendwas mit meinem Benzinhahn -> nächstes Mal probieren wir seinen Benzinhahn an meiner GS
- Ventile einstellen (wobei eigentlich nichts klappert. Die Kiste hat jetzt etwas unter 45t km runter. Ich habe sie mit 33t gekauft und bislang keine Ventile eingestellt. Ich weiß auch nicht, ob sie eingestellt wurden vom Vorbesitzer. Ich kann mir aber keine Erklärung vorstellen, weswegen es Einfluss auf das Problem Nr. 2 bzw. Nr. 1 haben könnte.
- Batterie? (kann das möglich sein?)

Hat jemand vielleicht schonmal ähnliches gehabt, weiß was man noch tauschen könnte um es zu überprüfen, weiß woran es liegt oder könnte mir die Sachen, die uns in den Sinn gekommen sind bestätigen/entkräften?

Ich bin schon dabei im Forum nach ähnlichen Sachen zu suchen, allerdings ist das wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Würde mich sehr freuen, wenn wir mal gemeinsam brainstormen könnten um des Problemes Herr zu werden. Mein Erfahrungshorizont beschränkt sich momentan noch auf Vergaser, allerdings bin ich gewillt, mich durch eure Unterstützung weiter zu bilden und mein erworbenes Wissen weiterzugeben
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Alt 09.12.2020, 10:10:02   #2
AmigaHarry
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Das hängt trotzdem am Vergaser bzw. der Gemischbildung! Mit ziemlicher Sicherheit liegts an den Gemischregulierschrauben. Deren Einstellung hängt nicht nur vom Vergaser, sondern auch von Airbox/Lufi, Zustand der Ventile/Kompression und Auspuff ab (ja, sogar auch von den Ölkohleablagerungen im Brennraum). Der Tausch der Vergaser muss daher nicht zwangsläufig gleich erfolgreich sein - keine GS hat exakt dieselben Einstellungen wie eine andere - nicht einmal von Werk aus. Die Werte im WHB sind reine RICHTWERTE für die Basiseinstellung, von der man dann für die richtige Justierung ausgehen kann. Ohne CO2-Tester ist eine optimale Einstellung schwer machbar - man kann sich an den optimalen Arbeitspunkt nur annähern - und auch dafür brauchts etwas Erfahrung.
Ist der richtige Lufi verbaut? Ist er richtig eingesetzt? Ventile/Kompression OK? Welcher Auspuff ist drauf? Kerzenbild?
Choke hat nat. auch eine Einfluss. Wenn der aber nicht ganz zugehen würde, würde sie in heissem Zustand bei Standgas absterben (überfetten).
Benzinhahn: Da deine Abtourprobleme aber auch bei PRI auftreten kannst du den Hahn für dieses Problem ausschließen.
Dein Problem auf der Autobahn dagegen liegt am Benzinhahn - er macht bei sehr hohen Drehzahlen zu, weil der Venturisog im Vergaser bei ganz geöffneter Drosselklappe fürs Unterdruckventil nicht mehr ausreicht. Das tritt vor allem bei älteren Modellen mit schon verhärteter Unterdruckmembrane auf.

Mit Elektrik hat das nichts zu tun.

Noch ein Wort zum LUFI: Die GS ist eines der am extremsten anfälligen Motorräder auf falsche LuFi. Es gibt deswegen vom Werk aus schon einige Varianten für die verschiedenen Modelle. Bei Nachbau-LUFIs besteht immer die Gefahr, das dieser trotz angegebene Eignung für die GS zu Problemen führt - irgendwo müssen die ja sparen und das ist immer am Papier. Die GS ist extrem empfindlich auf die Strömungsdurchlässigkeit. Natürlich kann man den ganzen Vergaser komplett verstellen, das es mit so einem Filter auch irgendwie geht - aber es wird dann irgendwann immer schwieriger andere Fehler zu finden und zu korrigieren. Daher sollte man im Zweifelsfall das Geld in einen original Suzuki-Filter investieren, um einmal von einer gesicherten Basis ausgehen zu können.

Geändert von AmigaHarry (09.12.2020 um 11:55:51 Uhr)
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Alt 10.12.2020, 09:44:59   #3
DaisyDougs
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Schaue Dir den Unterdruckschlauch an... ein kleiner Knick führt zu solchen Problemen.
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Alt 10.12.2020, 21:38:03   #4
hopsabount
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Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antwort, insbesondere für deine Ausführliche @AmigaHarry !

ich kann erst heute antworten, da ich heute mal die Kompression gemessen habe und auf beiden Zylindern 9 bar angezeigt werden. Laut meinem Werkstatthandbuch muss der Wert zwischen 10 und 14 bar liegen. 9 bar ist schon deutlich drunter, laut Handbuch. Die Kompression habe ich zwei mal gemessen, um Messungenauigkeiten ausschließen zu können. Wie im Handbuch beschrieben, habe ich beim Messen am Gashahn Vollgas gegeben. Ohne Vollgas ist die Kompression deutlich unter 9 bar. Wenn ich also alles richtig gemessen habe, habe ich auf beiden Zylindern 9 bar Kompression. Daraufhin habe ich das Ventilspiel gemessen (nach Anleitung aus dem Forum, wo es heißt, dass das Ventilspiel zwischen 0,03 und 0,08 liegen muss). Ich bin nicht einmal mit dem 0,05 Blatt zwischen Shim und Nocke gekommen. Allerdings habe ich auch bei warmen Zustand gemessen. Ich kenne das aus meiner 125er Zeit, dass man bei kaltem Motor (einen Tag stehen lassen) messen muss. Ist das bei der GS genauso?

Ansonsten würde ich sagen, dass ich mir Shims hole und dann die Shims tausche. So wie ich das verstanden habe, brauche ich dann ja 255er Shims (mal angenommen, ich habe 260er) - also einen Fünferschritt runter. Ist das so richtig?

Wenn das so richtig ist, habe ich noch eine Frage zu den Shimsets. Ich brauche für alle vier Ventile ne Shimnummer kleiner (bei allen 4 Ventilen ging im warmen Zustand kein 0,05er Fühlerblatt zwischen). Sind in einem Shimset von einer Shimsorte mehrere (bspw. 2 255er)?

Davon abgesehen, habe ich mal den Luftfilter von der anderen GS drangebaut. Die hat kein Rohr drinnen. Subjektiv tourt sie jetzt besser ab, zwar nicht optimal, aber besser als mein Lufi mit Rohr (wobei ich halt den Vergaser meines Kollegen nicht verstellen wollte und deswegen davon ausgehe, dass ein Lufi ohne Rohr auf meinem Vergaser und der richtigen Einstellung schon die Symptomatik verbessern sollte.)

Ich bin gespannt auf eure Antworten und eventuelle Einwände. Gerne lasse ich mich berichtigen, wenn ich auf der falschen Fährte bin

Beste Grüße!!
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Alt 11.12.2020, 00:05:18   #5
AmigaHarry
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Die Kompression misst man im warmen Zustand, das Ventilspiel im kalten Zustand.
Möglicherweise kannst du die Shimms untereinander tauschen (die 5er-Schritte sind richtig) - manchmal passt das so zusammen. Bitte beschaffe dir auch ein 0,03mm Messblatt. Wenn diese passt, sind die Shimms noch nicht zu tauschen (aber im kalten Zustand messen!!)

Sollte obiges eingestellt/OK sein, ist der heisseste Kandidat für dein Problem der LuFi.
Auspuff ist original?
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Alt 11.12.2020, 00:18:27   #6
hopsabount
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Guten Abend,

Vielen Dank für deine Antwort!

Hmm... dann muss ich wohl mit dem Shims tauschen warten... Ich hab ja das Ventilspiel im warmen Zustand gemessen - gut, dass du mir das hier nochmal gesagt hast. Ich schaue mal, dass ich das übers WE oder nächste Woche hinkriege, wenn ich die Maschine kalt irgendwo in irgendeinem Schuppen oder Werkstatt lassen kann, um nicht zu frieren.

Interessant wirds, wenn das Ventilspiel wider Erwarten okay ist, wenn ich im kalten Zustand messe - ich also keine Shims tauschen muss, die Kompression allerdings weiter bei 9 bar bleibt...

Mein LuFi mit dem ich bislang unterwegs gewesen bin ist, wie aus der Anleitung im Forum für mein BJ vorgesehen einer mit Rohr von Louis.
Der LuFi von meinem Freund ist ein offener, ohne Rohr. Ich glaube mich daran erinnern zu können, dass ich so einen ohne Rohr vor der Entdrosselung verbaut hatte - deswegen wundert es mich, dass das heute, wie gesagt nur subjektiv, besser ging mit dem Abtouren an der Ampel, als mit dem LuFi mit dem Rohr.

Zu erwähnen ist noch, dass, als ich auf der AB bei Volllast einfach mal die Kupplung im 6. Gang gezogen habe, das Motorrad ganz normal runtergetourt ist, bis es allerdings ausgegangen ist - falls das von irgendwelcher Relevanz für die Fehlersuche ist.

Der Auspuff und der Krümmer den ich verbaut habe sind original.

Danke für die Hilfe beim Rätselraten

Viele Grüße aus Hannover!

Geändert von hopsabount (11.12.2020 um 01:34:06 Uhr)
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Alt 11.12.2020, 09:54:06   #7
AmigaHarry
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Bitte unbedingt vorher mit dem 0,03mm-Streifen messsen.
Wenn du dir beim LuFi nicht sicher bist: Mit Rahmennummer zum Händler und die richtige Version für deine verlangen (entdrosselt). Ist deine GS überhaupt ein Modell 97? Könnte ja auch vom Vorjahr sein........ kannst hier einmal nachsehen:
http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&...Y6veiPwjzcDuFS

Ausgehen Autobahn: Sollte auch nicht passieren. Möglicherweise wurde an den Vergasern in der Vergangenheit herumgespielt um die anderen Unzulänglichkeiten auszugleichen (Ventilspiel?, LuFi?, Kompression? Benzinhahn?). Du kannst alles jetzt einmal nur auf Stand bringen und dann ggf. die Vergaser neu abstimmen (und synchronsieren - wer weis schon was da "verbrochen" wurde)
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Alt 11.12.2020, 11:09:11   #8
hopsabount
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Guten Morgen,

danke für deine Antwort!

der Liste nach habe ich ein 97er Modell und laut dem Händler, den ich eben angerufen habe, habe ich auch das Modelljahr 1997. Da die Maschine vor meinem Kauf 4 Jahre stand und sich da keiner mit beschäftigt hat, war ich die letzte Person, die etwas am Vergaser oder Luftfilter oder überhaupt am Motorrad gemacht hat. Alle Einstellwerte habe ich nach Anleitung aus dem Forum hier gemacht. Auch den LuFi damals von Louis habe ich mit dem Rohr gekauft, weil es der mit Rohr im Forum der Richtige sein soll für mein Modelljahr.

Synchronisiert sind die Vergaser. Einmal mit einem selbstgebauten Synchrometer von gsmattis und ein halbes Jahr später nochmal überprüft mit einem mit Manometer. Synchron sind die Vergaser. Die Leerlaufgemischschrauben sind auf 2 Umdrehungen Grundwert bei meinem eigentlichen Vergaser rausgeschraubt. Daran habe ich Mal rumgeschraubt und rumprobiert, weil ich so oder so keinen exakten Wert hatte, wie sie davor richtig eingestellt waren. Allerdings bin ich nicht zu dem gewünschten Ergebnis gekommen - ich hab Schiss, dass es an irgendwas anderem liegt und ich jetzt in die Werkstatt renne, die nen CO2 Tester anschließen und es dann da nach einstellen. Am Ende hat's nichts gebracht, außer, dass ich um ein paar Kröten leichter geworden bin. Deswegen möchte ich ersteinmal alles ausschließen.
Die Sache mit den Ventilen kann ich ja z.B noch selbst erledigen.

Viele Grüße
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Alt 11.12.2020, 16:10:14   #9
Vinz-Georg
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Zu der Ventilspielmessung:

Die Shims musst du einzeln (10EUR pro Stück) kaufen. Da gibt es keine Sets. Deswegen wäre der Weg wie AmigaHarry bereits schrieb dir ne Lehre von 0,03mm zu besorgen. Wenn du ein Ventilspiel von 0,03mm hast und dann den nächst kleineren Shim nimmst dann bist du bei 0,08mm. Ein zu großes Ventilspiel ist halt auch nicht "gut".

Ventilspiel präzise messen, wenn zu klein an dem Ventil, dann Shim rausholen, mit einer Bügelmessschraube nachmessen. Möglicherweise steht da keine Zahl drauf, wenn der noch aus dem Suzuki-Werk verbaute ist. Da hast du dann auch z.B.: einen 262er oder so. Dann den passenden Shim besorgen, einbauen und dann erneut messen. Wie AmigaHarry bereits schrieb geht es auch manchmal mit durchtauschen. Das entsprechende Spezialwerkzeug findest du bei der Tante "Ventilaushebewerkzeug" wäre das Stichwort.
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Alt 11.12.2020, 17:00:59   #10
klassikfon
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Ich hab nicht alles gelesen.....hätte aber den Gaser gern mal auf meinem Tisch. Das Problem liegt auch meiner Meinung nach am Vergaser. Die winzigen Nullringe unter den Gemischschrauben können auch mal schief sitzen beispielsweise. Auch ein kleiner Riss im Gehäuse wäre denkbar. Oder.....hatte ich dieses Jahr.....die Messingröhrchen, die zu den Synchronanschlüssen gehen.....davon war eins undicht.

Gibt einige Möglichkeiten.

Gruß Ric
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Alt 11.12.2020, 17:43:37   #11
snailie
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Zitat:
Zitat von Vinz-Georg Beitrag anzeigen
Die Shims musst du einzeln (10EUR pro Stück) kaufen.
Jessas, in welcher Apotheke erstehst du denn deine Shims?! *eek* Mit ein wenig Umschauen bei den üblichen Verdächtigen (Händlern) kriegt man die Dinger auch für ~3€ pro Stück...
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Alt 11.12.2020, 19:53:55   #12
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Vielleicht noch ein Hinweis zum Ventileinstellen: Die Messung erfolgt primär mit senkrechter Nocke (in Bezug auf Zylinderkopfdichtfläche) ODER parallel dazu. In mindestens einer Stellung muss es passen. Bei Schimmwechsel Unterseite mit Öl benetzen und zum Messen mindestens 1 x durchdrehen, damit der Shimm dann voll aufliegt.
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Alt 11.12.2020, 21:02:02   #13
Vinz-Georg
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@klassikfon
Er hat ja schon einen anderen Vergaser rangebaut und das Fehlerbild war immernoch da. Kann natürlich trotzdem was am Vergaser sein, aber es gibt ja noch andere Fehlerquellen. Der LuFi ist ja schnell getauscht und die Ventilspielkontrolle ist ja auch schon in Vorbereitung.

@takado
Bisher hab ich die in der Suzukiapotheke gekauft. Da ging es auch um schnell und am besten gleich. In der Bucht war es etwas günstiger, aber die Bügelmessschraube offenbarte das die Shimms nicht wirklich der Angabe entsprachen. Hab die auch nur gekauft weil bei Suzuki der 215er der kleinste bei Suzuki war. Ich hab momentan nen 203er beim linken Auslass drin. Ja ich weiß, ausserhalb der Spezifikation, aber da soll eh ein anderer Kopf drauf. Also wenn du einen Tipp hast wo ich die für 3€ bekomme immer her damit.
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Alt 11.12.2020, 23:20:03   #14
hopsabount
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erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten! ich freue mich sehr darüber!

Ein Ventilaushebewerkzeug hab ich bei Tante besorgt und auch eine Fühlerlehre mit 0,03er Blatt. Die Maschine steht jetzt bei meinem Kollegen in der Werkstatt und morgen früh Messe ich durch und hole ad hoc Mal Shims beim Freundlichen. Mal schauen, was das morgige offenbart - ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Die Vergaser sind nicht kaputt und so penibel wie ich das alles (nach dem x-ten Malmittlerweile) zamgebaut hab, sollten keine Fehler, die vom Zusammenbau her kommen vorhanden sein.

Wie gesagt, überprüfe ich das Ventilspiel korrekt nach Handbuch, stelle es bei Bedarf ein und messe Mal die Kompression. Wenn das wieder in Ordnung ist, bau ich Mal wieder meinen Vergaser (der korrekt nach Forum) entdrosselt wurde und meinen Luftfilter mit Rohr ein und sehe weiter. Ich kann mir das technisch nicht erklären, weswegen das schlechte Abtouren auf falsches Ventilspiel zurückzuführen sein sollte, allerdings ist das so oder so ein Anhaltspunkt dafür, dass die Kiste momentan falsch ist und richtig von Grund auf eingestellt werden muss.

Erneut bedanke ich mich für eure Anteilnahme!
Bis dahin beste Grüße
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Alt 15.12.2020, 23:15:05   #15
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Soo, heute war ich wieder dran und habe ein paar Sachen zu berichten :

Bei allen vier Ventilen war das Ventilspiel zu klein bzw. gar nicht vorhanden. Deswegen habe ich die Shims vom rechten Zylinder in den linken Zylinder getauscht. In den rechten Zylinder kamen dann 255er Shims, die ich mir vom Freundlichen besorgt habe.

(Hier habe ich allerdings höchstwahrscheinlich einen Fehler beim Messen der Shims gemacht, sodass ich davon ausgehe, dass das Ventilspiel rechts nicht stimmt - das werde ich noch korrigieren. Nach dem Tauschen der Shims habe ich nochmal mit dem 0,03er Fühlerblatt gemessen, allerdings kam ich nicht so richtig zwischen Nocke und Shim - in dem Moment habe ich das allerdings darauf geschoben, dass die Maschine noch nicht richtig abgekühlt gewesen ist und die Shims auch durch Handwärme nicht das korrekte Maß ausgeben. Das Ventilspiel habe ich allerdings schon vor am Samstag gemessen und da war die Maschine von Freitag auf Samstag kalt geworden - schon am Samstagmorgen ging das 0,03er Fühlerblatt nicht zwischen.)

Danach habe ich die Kompression überprüft. Vor den Arbeiten am Ventilspiel hatte ich rechts eine Kompression von 9 bar und links 9 bar. Jetzt habe ich rechts immer noch 9 bar (daher werde ich, um auf Nummer Sicher zu gehen, das Ventilspiel nachmessen und dieses Mal mit einem digitalen Messschieber die Shimstärke überprüfen), links ist die Kompression allerdings jetzt 10 bar - also im guten Bereich. Ich habe auch einen Unterschied beim Fahren gemerkt. Die GS ist ansprechfreudiger beim Gasgeben und ich hatte das Gefühl, dass sie bissiger geworden ist. Als ich von der Autobahn runtergefahren bin und an der Ampel stand, hat sie wieder nicht abgetourt. Dieses Mal habe ich etwas gemacht, was ich noch nie gemacht habe :

Ich habe zuerst den rechten Zündkerzenstecker abgezogen. Dadurch zündet ja der rechte Zylinder nicht und die GS läuft nur aufm linken Pott (allerdings ja logischerweise wie ein Sack Nüsse). Die Leerlaufdrehzahl ist dann ganz normal abgetourt und bei einem Gasstoß ist sie wieder normal abgetourt

Dann habe ich den rechten Zündkerzenstecker wieder drauf gemacht (LL-Drehzahl geht hoch) und den linken Stecker abgezogen (LL-Drehzahl bleibt weiterhin bei 3000 Umdrehungen und der Motorlauf ist total schlecht).

Die Situation als Laie betrachtend würde ich jetzt sagen, dass ich auf dem rechten Zylinder ein Problem habe. Konkret das Problem auf den Vergaser oder aufs Ventilspiel eingrenzen kann ich nicht - aber wie gesagt, würde ich jetzt sagen, es ist der rechte Zylinder, der Mucken macht. Morgen werde ich die GS mal warm fahren, abstellen und auf nem ruhigen Platz mal die Leerlaufgemischschraube des rechten Vergasers einstellen (davor ziehe ich den linken Stecker ab und lasse sie nur auf dem rechten Zylinder laufen, weil der linke Zylinder läuft ja gut und ich will den rechten Pott optimal einstellen).

Gibt es von euch irgendwelche Einwände bezüglich des Prozederes? Kann man das so machen? Sollte man das nicht machen? Ich bin für Kritik wie immer offen und freue mich auf eure Antworten!

Beste Grüße
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Alt 16.12.2020, 07:46:23   #16
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Ich würde als allererstes das Ventilspiel auf das korrekte Maß (also innerhalb der Toleranz Tendenz nach oben) einstellen. Joe hatte mal bei 50° Motor- und später bei Umgebungstemperatur gemessen und es gab keine Unterschiede. Sobald du also den Motor längere Zeit ohne Verbrennungen anfassen kannst, kannst du auch das Ventilspiel prüfen.
Anschließend auf jeden Fall die Vergaser synchronisieren. Gemischschrauben auf Sollwerte. Leerlaufdrehzahl heiß bei ca. 1100upm.

Wenn das alles nichts bringt, den Vergaser mal zu Ric (klassikfon) zum Ultraschall baden schicken.

Ganz wichtig: die Shims unbedingt mit einer Bügelmessschraube messen. Die misst punktuell und nicht flächig und somit wird das Ergebnis nicht verfälscht. Ruhig in der Mitte und am Rand messen. Die Mitte ist aber wichtiger, weil da die Nocke läuft.
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Alt 16.12.2020, 10:56:11   #17
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Wenn rechts das Ventilspiel nicht passt, kann auch der Zylinder nicht richtig laufen - hoffentlich bläst es nicht schon durch, denn dann verbrennt der Ventilsitz (oder ist es schon). Wenn er die Kompression hält, Vergaser synchronisieren und erst dann kann man darangehen das Abtourproblem zu lösen (Gemischanfettung, etc.)
AmigaHarry ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2020, 02:15:00   #18
hopsabount
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Hallo allerseits.

Ich habe jetzt das Ventilspiel gemessen. Auslass rechts war zwischen 0,09 und 0,10. Einlass links war unter 0,03.

Die anderen Ventile haben ein Spiel von zwischen 0,05 und 0,04 gehabt.

AR und EL habe ich untereinander tauschen können. Jetzt haben Einlass links ziemlich genau 0,04 und Auslass rechts ganz ziemlich genau 0,03 (das 0,03er Fühlerblatt lässt sich gerade noch so zwischen Nocke und Shim fädeln und bewegen). Jetzt sind alle Ventilspiele im Toleranzbereich. Ich werde morgen alles zusammenbauen und Mal fahren. hoffentlich bessern sich die Probleme. Die Kompression messe ich dann auch nochmal auf beiden Pötten.

Ich würde höchstens am rechten Auslass noch nen etwas schmaleren Shim einbauen um da das Ventilspiel größer als 0,03 haben.

Wie immer danke ich für eure Antworten und werde euch auf dem Laufenden halten.

Bis dahin beste Grüße!
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Alt 18.12.2020, 07:10:41   #19
Bambi
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...beim langasm Abtouren fällt mir noch eine Möglichkeit ein die mir dieses Jahr bei meiner RF600R passiert ist.
Bei einer Fahrt ist mir beim Anhalten an einer Ampel plötzlich aufgefallen das die Drehzal von ca. 3000 1/min langsam runterging.
Also mal überlegt was ich dieses Jahr gemacht habe....Syncronisiert, Düsennadel eine Kerbe tiefer gehängt.
Also Vergaser gecheckt und eine verformte Vergasermembran auf dem vierten Zylinder gefunden. Der Schieber ging nicht mehr schnell genug und/oder sie hat Nebenluft über den Deckel gezogen.
Sie ist wohl beim Einlegen aus der Nut gerutscht. Membran gequetscht ohne es zu merken. Membran getauscht u. und sie fällt sofort auf Leerlaufdrehzahl. Komischerweise ist der Fehler nicht direkt aufgetreten sondern erst nach einiger Zeit.

Die GS hat übrigens dieselbe E-Teil Nummer wie die RF für die Membran. Kannst ja mal prüfen.

Gruß Rene´
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