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#1 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 17
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Hallo,
hab heute bei meiner gs bj 07, 16.800km das ventilspiel gemessen. Dabei trat folgendes Phänomen auf: Gehe ich strikt nach Handbuch vor (Einkerbungen an den Nockenwellenenden, Nocken nicht senkrecht zum Stößel stehend) hab ich überall <0,02 Spiel. Geh ich nach der Nockenstellung selbst (also senkrecht weg vom Tassenstößel) dann in der maximal Spiel Stellung folgende Werte (ändert sich schon bei minimaler Weiterbewegung): In li 0,05 In re 0,04 Ex li 0,06 Ex re 0,04 Was also tun? Beeinflusst das Spiel der Lager in der gemessenen Nockenstellung das Spiel? Eig sollte der je andere Nocken ja gerade wieder "hochgekommen" sein. Ich vermute es ist die Form der Nocken? Das hieße aber bei Einstellung nach Handbuch, dass das "Maximalspiel" dann zb bei Ex li bei 0,11 liegen würde. Andersherum stünde aktuell aber das Ventil wohl länger offen als bei Einstellung nach Handbuch. Wäre dankbar für Info/Tipps. Edit: Also nachdem ich jetzt doch einen Thread dazu gefunden habe. Offenbar muss die Nocke nicht zwangsläufig perfekt kreisrund geschliffen sein. Dann lieber überall 0,05 dünneren Shim rein und damit mind. 0,03 Spiel in jeder Stellung aber eben auch 0,11 max, oder so lassen? Geändert von nepomuk167 (03.04.2022 um 15:38:02 Uhr) |
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#2 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 01.07.2020
Ort: Hagen,NRW
Alter: 60
Beiträge: 168
Baujahr: 2003
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Schau mal ins WIKI. Da hast Du ne gute u. sehr übersichtliche Anleitung. Da machste nix verkehrt.
Hab Deine Gedanken nicht wirklich verstanden, aber das die Übergänge vom Grundkreis zum Nocken nicht symetrisch verlaufen , sollte klar sein. Falls ich Dich dabei falsch verstanden hab, müßte es jemand anderes besser erklären. Viel Erfolg ! |
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#3 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 17
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Ok nach ein wenig Recherche (das kommt wohl nicht nur bei der GS vor) komm ich zu folgendem Ergebnis:
Das Suzuki Handbuch sagt klar "nur in diesen positionen messen". Diese stellungen der nocken sind eben TDC. Und bei TDC muss das spiel den vorgaben entsprechen. Auf Grund der form der Nocken ist der unterste "Bauchpunkt" wohl dünnwandiger als der Punkt der Nocke, der bei TDC zum Shim zeigt. Also die Technik "hauptsache die Nockenspitze zeigt vom Shim weg" kann stimmen (wenn der untere Bauch der Nocke durchgehend den gleichen durchmesser hat), muss aber nicht. Wieviel Augenmaß man sich erlauben kann hängt davon ab, wieviel Grad freies Spiel ist. Weshalb die Nocken diese Form haben, keine Ahnung. |
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#4 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.311
Kilometer: 1.1mio
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Mach daraus keine Raketenwissenschaft. Miss einfach bei senkrecht auf den Shimm stehender Nocke und es passt, Das tuts schon seit 1976, seit Suzuki die ersten GS-4Takter auf den Markt gebracht hat.
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#5 | |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 17
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Zitat:
Wenn das Spiel im senkrechten Stand 0,04 ist aber bei TDC 0,01 dann verbrennt halt iwann ein Ventil. Mag auf Grund von Toleranzen oft/lang gut gehen, aber das riskieren.... Jeder wie er meint. |
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#6 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Beiträge: 5.311
Kilometer: 1.1mio
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Kann dir nur sagen, das wir viele, wirklich viele, GS-Motoren einzustellen hatten und dabei hatte ich noch nie einen, dessen Nockenspiel zwischen Grundkreis (90°) und Auslauf (also 45° zur Basisfläche) mehr als 0,01 mm abgewichen wäre. Wenn bei dir ein so großer Unterschied ist, solltest du dir die Lauffläche einmal ansehen.
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#7 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 17
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Ja, ich denke es wird bei dem kurzen Intervall auch selten zu Problemen kommen. Immerhin sitzt das Ventil ja voll geschlossen, wenn auch nicht unbedingt dann, wenn es sollte.
Die Laufflächen sehen unauffällig aus. Das Spiel der Wellen kann ich leider nicht messen. Ich werd jetzt dennoch nach Handbuch einstellen und das Spiel erhöhen. Mal sehn wie es sich dann in 6000km darstellt. |
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#8 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.05.2016
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Was willst du da denn jetzt anpassen? Das Ventilspiel ist doch in Ordnung. Wenn du jetzt 0,05mm kleinere Shims verbaust ist das Ventilspiel zu groß. In 6000km kannst du noch mal nachschauen ob da was geändert werden muss.
Ich bin mit meiner GS mit einem offenstehenden Auslaussventil vermutlich mehrere 1000km gefahren. Das Ventil stand offen, Kompression 2bar. Nachdem wir das Ventilspiel wieder eingestellt habe bin ich mit diesem "kaputten" Ventil noch 60.000km gefahren. Bis dann der Einstellshim kleiner 215mm hätte sein müssen. Das ist dann außerhalb der Spezifikation. Also so schnell geht da nichts kaputt... |
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#9 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Beiträge: 5.311
Kilometer: 1.1mio
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Wenn ein Ventil nicht ganz schließt, siehst du das sofort an der Lauffläche der Nocken (und auch am Shimm). Der Kompressionsdruck presst es gewaltig gegen die Nocke und es läuft sich ein.
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#10 | |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 17
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Zitat:
Ich hab lieber in nem Bereich, der ohnehin nicht gemessen werden soll 0,1 spiel und dafür im relevanten Bereich 0,05 als dass das Ventil offen steht, wenns eig geschlossen sein soll. |
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#11 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.05.2016
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@AmigaHarry:
Bei meiner GS pfiff es ja immer durch, die Kompression lag damals bei 2bar. Da ist bei meiner Nocke nichts eingelaufen. Ich wollte damit nur ausdrücken das die GS nun wahrlich nicht empfindlich ist, selbst wenn das Ventilspiel null ist gehts gleich kaputt. Wie der Shim aussah weiß ich aber nicht mehr. Die Nockenwelle tut zumindestens auch nach dem Zylinderkopfwechsel seinen Dienst und ich habe das zusammen mit Saugwurmmensch eingebaut und der hätte mir schon gesagt wenn es Schrott gewesen wäre. Ich hab an diesem Tag das erste mal einen Zylinderkopf getauscht, also ein Experte bin ich was von Motoren angeht sicher nicht. @nepomuk167 Okay. Dann pass es halt an. |
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#12 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
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Kilometer: 1.1mio
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Man sieht es schon (wenn man weis worauf man schauen muss -> Glanz und Lichtreflexionsrichtung!). Intelligenterweise sind die Nockenflächen viel härter als der Shimm - der geht also als erster drauf. Da es ihn gleichmäßig abhobelt (der dreht sich bei jedem Hub ein Stück) fällt dir das fast nur mit der Mikrometerschraube auf.
Ehrlicherweise muss ich sagen, das ich nicht weis, wie lange der GS500-Motor ein offenes Auslassventil aushält (wird von der Fahrweise auch abhängen). Ich habe dazu nur eine Erfahrung (1981) mit einem GS650G-Motor - der war von Innsbruck bis Wien tot (lief nur mehr auf 3 Zylinder). Am Ventilteller waren etwa 1,5mm abgebrannt, der Sitz war noch OK. |
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