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#1 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 18.10.2005
Ort: Erkrath - Fundort des Neandertalers
Alter: 65
Beiträge: 2.386
Baujahr: 1993
Kilometer: 47.000
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Hi Leute,
seit Jahrzehnten bin ich immer gerne mit dem Motorrad unterwegs gewesen. Vor drei Monaten gab es dann ein Ereignis, nachdem ich mich auf dem Möpp nicht mehr wohlfühle. Mei Schwiegersohn wurde auf der fahrt zur Arbeit von einem Sattelzug erwischt, der vor ihm plötzlich nach links abbog. Er hatte keine Chance mehr zu bremsen und knallte mit voller Fahrt gegen das Führerhaus. Helm und Schutzkleidung haben da nichts mehr genützt und er war sofort tot. Das Ganze ist jetzt 3 Monate her. Ich habe seitdem mehrmals versucht, wieder zu fahren. Ich habe einfach Angst und weiß nicht, was ich dagegen machen soll.
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93er GS im Telefonica Design _________________ Errare humanum est, in errore perseverare stultum. |
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#2 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 23.04.2025
Ort: Rheinhessen
Alter: 57
Beiträge: 27
Baujahr: 1992
Kilometer: 59000
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Hallo Eagle,
zuerst mein herzliches Beileid, es ist immer besonders schlimm, wenn sowas in der Familie passiert. Da die Saison sowieso bald um ist, würde ich das Motorrad stehenlassen und für den Winter einmotten. Bis zum nächsten Frühjahr hast Du bestimmt genug Abstand gewonnen und dann müßte es wieder gehen. Motorradfahren muß Spaß machen, sonst hat es keinen Sinn. Ich selbst hatte Anfang August einen Beinahe- Unfall mit der GS, als mir morgens auf dem Weg zur Arbeit ein Autofahrer aus einer Seitenstraße die Vorfahrt nahm und ich seine Heckklappe nur knapp verfehlte... Wird schon werden! Viele Grüße, Gerd |
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#3 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.11.2005
Ort: Perchtoldsdorf
Alter: 64
Beiträge: 5.311
Kilometer: 1.1mio
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Auch von meiner Seite Beileid zu dieser furchtbaren Geschichte.
Zu deiner Frage: Es gibt 2 Grundtypen von Menschen: der eine braucht Abstand um es zu verarbeiten, der andere setzt sich auf die Kiste, fährt und bewältigt damit dieses schlimme Ereignis. Welcher du bist, musst du selber wissen. Wenn dich dieses Bilder immer verfolgen, dann lass das Fahren lieber einmal einige Zeit sein - sonst passiert am Ende auch dir noch was... Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, das auch die schlimmsten Dinge mit der Zeit verblassen..... |
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#4 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 16.08.2006
Ort: Schifferstadt/Pfalz
Alter: 63
Beiträge: 10.719
Baujahr: 1995
Kilometer: 66666
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Auch von mir herzliches Beileid.
Lass es locker angehen. Wenn es nicht besser wird, lass das Motorradfahren einfach sein. Wenn man keinen Spass an der Sache hat, hat es keinen Sinn auf Biegen und Brechen daran festzuhalten. Deine Familie wird sicher nichts dagegen haben, wenn du nicht mehr fährst.
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![]() Man sollte es so oder so nicht übertreiben. |
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#5 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 20.08.2010
Ort: Halle (Saale)
Alter: 49
Beiträge: 1.915
Baujahr: 1992
Kilometer: 33.000
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Echt schlimm sowas, mein herzliches Beileid.
Mir hat mal jemand erzählt, dass er nach einem schweren Unfall fast zwei Jahre gebraucht hat, um wieder auf die Beine zu kommen. Auch er hatte ab da Angst zu fahren, seine Familie ebenso. Er hat seinen Trost darin gefunden, sich aufs schrauben zu verlagern, sein diesbezügliches Wissen weiterzugeben und anderen damit zu helfen. Ne kleine Probefahrt eine einsame Anliegerstraße hoch und runter gibt ihm die Möglichkeit, hin und wieder bisschen das gute Gefühl zu genießen, ohne Angst vor anderen Verkehrsteilnehmern haben zu müssen. Weiterhin kenne ich viele, die ähnliches erlebt haben, ich selbst übrigens auch. Für mich war sowas (eigenes Erlebnis im Freundeskreis oder erzählt bekommen) immer ein Anlass, noch sicherer zu fahren. Mein Sohn fährt auch, mein wichtigster Tipp an ihn war "Fahr, als wärst Du unsichtbar". Genau so mache ich das auch. Bin auch gern flott unterwegs, verliere aber niemals das Umfeld aus den Augen. Wenn ich mit meiner Tochter (7) unterwegs bin, dann fahre ich einfach an die Seite, wenn mir zu viel Getümmel ist, um einen sicheren Überblick zu behalten. Ich drücke die Daumen, dass Du eine für Dich akzeptable Form findest. Grüße vom Vergaseronkel
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Vergaser-Ultraschallreinigung für Forenmitglieder: www.vergaseronkel.de Vergaser zerlegen:http://forum.gs-500.de/showthread.ph...458#post424458 |
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#6 |
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Super-Moderator
Registriert seit: 18.10.2005
Ort: Erkrath - Fundort des Neandertalers
Alter: 65
Beiträge: 2.386
Baujahr: 1993
Kilometer: 47.000
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Ich habe mich entschieden und werde mein Bike abgeben, so viel Spaß ich auch in den letzten 20 Jahren damit hatte. Es ist allerdings auch nicht allein meine Entscheidung. Meine Frau und die Kinder haben einiges dazu beigetragen.
Gruß Uwe
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93er GS im Telefonica Design _________________ Errare humanum est, in errore perseverare stultum. |
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#7 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 14.12.2024
Ort: Bonn
Beiträge: 29
Baujahr: 1992
Kilometer: 25.000
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Was mir bei ähnlichen Vorfällen geholfen hat:
- ADAC Intensiv Training machen und am besten jedes Jahr. Dabei die eigenen Ängste transparent dem Trainer kommunizieren, sodass gezielt geholfen werden kann. - Weg von der Straße und reine Offroad Trainings machen und Rennstrecken Kurse. Man kann tatsächlich mehr Spaß fernab von öffentlichen Straßen haben, wo es auch sicherer ist und keine Leute einen die Vorfahrt nehmen können. Dennoch: Mach immer nur das, was Du für richtig hältst 👍 |
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